Säure Basen Haushalt
Was ist ein Säure-Basen-Haushalt und wie kann er beeinflusst werden?
Der Säure-Basen-Haushalt sorgt dafür, dass der pH Wert im Körper konstant gehalten wird. Der pH Wert des Blutes sollte optimaler Weise 7,4 betragen. Die Aufrechterhaltung ist lebensnotwendig, damit die Gesundheit aufrechterhalten werden kann und alle Stoffwechsel-, Atmungs-, Kreislauf-, oder Verdauungsvorgänge optimal ablaufen können.
Geringe Schwankungen des pH Wertes zum Beispiel ausgelöst durch körperliche Belastung oder Nahrungsaufnahme, können durch Puffersysteme wieder ins Lot gebracht werden. Jedoch wird das Säure-Basen-Gleichgewicht durch moderne Ernährungsweisen und ständigen Stress ins Negative, in den sauren Bereich verschoben. Wenn Puffersysteme das nicht mehr ausgleichen können und der pH-Wert immer weiter sauer wird, spricht man von einer Azidose, also einer Übersäuerung. Dann beträgt der pH-Wert nur noch 7,35 oder weniger. Erste Anzeichen dafür sind Energielosigkeit oder Müdigkeit. Herrscht eine Übersäuerung über einen längeren Zeitraum vor, können Erkrankungen wie Osteoporose, Rheuma oder Artriosklerose entstehen. Auch eine Alkalose, also ein zu hoher pH-Wert des Blutes über 7,45 ist möglich, jedoch kann das durch zu einseitige Ernährung nur schwer erreicht werden.
Durch eine gesunde, ausgewogene Ernährung, die reich an basischen Lebensmitteln wie Obst und Gemüse ist, kann eine Übersäuerung des Körpers abgewendet oder kuriert werden.
Lebensmittel können ins basische und saure unterteilt werden:
Obst: Apfel, Mango
Tierische Produkte: beinahe jedes, zum Beispiel: alle Wurstwaren, alles Geflügel, alle Meeresfrüchte, alle Fleischsorten, Eier
Gemüse: Frisch beinahe jedes, zum Beispiel: Spinat, Karotten
Milchprodukte: Milch, Käse, Quark, Sahne, Joghurt
Getreideprodukte: Buchweizen, Chia, Quinoa, Hirse, Amaranth, Dinkel, Weißmehl- und Vollkornprodukte, Mais-/Speisestärke, geschältes Getreide z.B. Reis, Mais
Fette & Öle: Butter, Magarine, Maisöl
Hülsenfrüchte & Nüsse: grüne und weiße Bohne, Kichererbsen, Haselnüsse, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Erbsen, Erdnüsse, Cashewnüsse, Linsen
Getränke: Schwarztee, Grüntee, kohlensäurehaltige Getränke, alkoholische Getränke, Kaffee, frischer Gemüsesaft, Leitungswasser
Sonstiges: Fertiggerichte und Fast Food, Schokolade, Eis, Chips Zucker, Süßstoffe, Honig
Jedoch sind nicht alle säurebildenden Lebensmittel automatisch schlecht. Einige davon sind gute Säurebildner und in Maßen verzehrbar. Dazu zählen beispielsweise Bulgur und Couscous aus Dinkel, Hafer und Haferflocken, Vollkornreis, Tofu oder hochwertige pflanzliche Getränke wie Reis-, Hafer-, oder Sojadrinks.