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Vorsicht beim Bergwandern

von Anita Schiller (Kommentare: 0)

Bergwandern liegt im Trend. Laut Angaben des deutschen Alpenvereins wird die Zielgruppe immer jünger und sportlicher. Spannende Naturerlebnisse und Entspannung, sowie das Streben nach Fitness locken mehr und mehr Menschen auf die Berge. Doch obwohl er zunehmend zum Massenphänomen wird, birgt der Bergsport auch Risiken für Mensch und Natur.

Laut Definition beginnt das Bergwandern erst ab einer Höhe von etwa 1800 Metern, was in Deutschland dafür nur die Alpen in Frage kommen lässt. Nicht nur für Einsteiger können sich auf diesem Niveau unerwartete Risiken, wie plötzliche Wetterumschwünge oder kaum passierbare Pfade, ergeben. Gerade Beginner sollten erst ihre Kondition und Fitness überprüfen und die Touren dementsprechend anpassen.

Die Symptome der Höhenkrankheit

Wer sich in Höhen ab etwa 2500 Meter hinaufwagt kann bei zu schnellem, beziehungsweise unvorsichtigem Aufstieg an der Höhenkrankheit erkranken. Je höher man steigt, desto geringer ist der Luftdruck und damit auch der sogenannte Sauerstoffpartialdruck, der die Aufnahme des Sauerstoffs in den Körper reguliert. Sinkt also dieser Druck, erhält der Körper zu wenig Sauerstoff, den er jedoch gerade bei der Anstrengung des Aufstiegs umso dringender benötigt.

Die Symptome der Höhenkrankheit lassen sich in drei Stufen einteilen: Bei den Frühzeichen, wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Leistungsabfall und sogar schon ein bis zu 20% beschleunigter Herzschlag, sollte der Aufstieg vorerst abgebrochen und bis zu einer Nacht auf dieser Höhe geruht werden. Sind am nächsten Morgen alle Symptome verschwunden, kann der Aufstieg langsam und mit Bedacht wieder fortgesetzt werden.

Zu den Warnzeichen zählen unter anderem der rapide Leistungsabfall, sich immer verschlimmernde Kopfschmerzen, sowie Atemnot und Herzjagen auch im Ruhezustand. Übelkeit mit Erbrechen, trockener Husten und Schwindel, sowie eine verminderte Urinausscheidung gehören ebenfalls zu typischen Symptomen. Sollten diese Warnsignale eintreffen, ist ein sofortiger Abstieg mit Begleitung unvermeidbar, mindestens auf die Höhe, die als letzte beschwerdefrei empfunden wurde.

Die dritte und somit schwerwiegendste Symptomstufe bilden die Alarmsignale. Wirkt der Patient verwirrt oder „verrückt“ und klagt über schwere Atemnot und Druck auf der Brust oder ist im schlimmsten Fall sogar bereits bewusstlos, muss er sofort abwärts transportiert werden. Bleibt er in diesem Zustand länger auf demselben Höhenniveau, kann es einen tödlich Verlauf nehmen.

Tipps zur Vermeidung der Höhenkrankheit

Soweit muss es jedoch mit der richtigen Aufstiegstaktik gar nicht kommen. Die wohl wichtigste Prophylaxe ist der langsame Aufstieg mit immer länger andauernden Ruhephasen, damit sich der Körper an den geringeren Sauerstoffgehalt im Blut anpassen kann. Eine feste Akklimatisationszeit wird nicht vorgegeben, da jeder Körper eine individuelle Anpassungszeit benötigt. Es ist hier besonders wichtig auf seinen Körper zu hören und bei einem Aufstieg in der Gruppe ehrlich zuzugeben, wenn man sich nicht wohlfühlt.

Wer nur einen Tagesausflug in die Berge plant braucht sich dabei jedoch keine Sorgen zu machen, die Symptome der Höhenkrankheit treten erst nach etwa sechs bis acht Stunden auf – wer das Motto „go high – sleep low“, also „steige hoch -schlafe niedrig“ beachtet, beziehungsweise bei mehrtägigen Aufstiegen eine ordentliche Akklimatisation durchführt, hat also wenig zu befürchten.

 

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