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Mit der Gesundheitsreise gegen den Pflegenotstand: Nur wer für sich selbst sorgt, kann auch für andere sorgen

von Anna Kneisel (Kommentare: 0)

Über das Thema Pflegenotstand wird seit Jahren immer wieder heiß diskutiert. Zuletzt rückte es wieder in den Fokus der Medien, als ein junger Krankenpfleger im Sommer letzten Jahres Angela Merkel wegen der Zustände in seinem Berufsfeld zur Rede stellte und Details der Missstände öffentlich machte. Letztlich wurde der Pflegenotstand zum Wahlkampfthema der Bundestagswahl vergangenen Jahres.

Nun, rund ein Jahr später, hat sich am Status Quo nicht viel verändert: ca. 36.000 Pflegestellen sind in Deutschland noch immer unbesetzt, Tendenz steigend. Die Ursachen dafür liegen auf der Hand. Zum einen liefert die unterdurchschnittliche Bezahlung den Grund für viele junge Jobanwärter, sich gegen dieses Berufsfeld zu entscheiden. Zum anderen fehlt oftmals die Wertschätzung für den körperlich und psychisch vergleichsweise sehr anspruchsvollen Beruf.

Im gleichen Zug wird die Arbeit für die verbleibenden Pflegekräfte immer unattraktiver. Mittlerweile ist es durchaus üblich, dass sich ein einziger Pfleger um rund 13 Patienten kümmern muss. Der Berufsalltag der Pflegekräfte ist von Zeitdruck geprägt und so bleibt oftmals kaum Raum für eine umfassende Versorgung der Patienten. Deshalb müssen diese meist oberflächlich von den Pflegern abgearbeitet werden.

Die demografische Entwicklung hin zu einer immer älter werdenden Gesellschaft mit steigendem Pflegebedarf verspricht das beschriebene Problem weiterhin zu verschlimmern. Logisch: Die belastende Arbeitssituation der Pflegekräfte bleibt meist auch für diese nicht ohne gesundheitliche Folgen. Dauerstress kann sowohl in physische als auch psychische Probleme münden und droht letztlich in Arbeitsunfähigkeit zu enden. Diese kurbelt den andauernden Prozess des Pflegenotstandes noch weiter an.

So sind die Ergebnisse von Untersuchungen, die feststellen, dass Beschäftigte in der Altenpflege rund 8 Tage im Jahr häufiger krankheitsbedingt ausfallen als Beschäftigte anderer Berufsgruppen, keinesfalls verwunderlich. Außerdem bewertete knapp ein Viertel der Pflegekräfte bei einer Befragung des BKK Gesundheitsatlas 2017 ihre Arbeit als körperlich und psychisch stark belastend. Die häufigsten Erkrankungsformen des Pflegepersonals betreffen das Muskel- und Skelettsystem oder schlagen sich in der Psyche der Betroffenen nieder. Gerade weil diese oftmals für den Patienten überlebensnotwendige Arbeit leisten, ist ein Arbeitsausfall bei Pflegern besonders problematisch.

Ein vielversprechender Lösungsansatz für den Pflegenotstand besteht darin, die Gesundheit der Pflegekräfte langfristig zu stärken, um sie somit für ihre kräftezehrende Arbeit zu wappnen. Nur so kann auch in Zukunft eine ausreichende Versorgung Pflegebedürftiger noch gewährleistet werden. Durch die Stärkung der Gesundheit könnte die enorme Menge an Fehltagen zumindest auf die des Durchschnitts anderer Berufsgruppen reduziert werden. Durch diese Maßnahme könnten rund 16.000 fehlende Stellen in der Pflegebranche kompensiert werden. 

Doch wie könnte die Gesundheit des deutschen Pflegepersonals langfristig und konkret verbessert werden?

Der erste Schritt sollte darin bestehen, Pflegern ein breit gefächertes Gesundheitsbewusstsein zu vermitteln. Ziel dabei ist es, eine umfassende Gesundheitskompetenz zu schaffen, die verinnerlicht wird und aus der langfristig Profit geschlagen werden kann. Das theoretische Wissen rund um eine gesunde Lebensweise reicht eben nicht aus, um langfristig fit zu bleiben. Das Wissen muss auch in die Tat umgesetzt werden.

Meistens liegt die Problematik jedoch genau darin, gesundheitsfördernde Maßnahmen in den festgefahrenen, oft stressigen Alltag zu integrieren. Dabei können beispielsweise schon kurze, regelmäßige Yoga-Einheiten und ein ausgewogener Ernährungsplan zum Stressabbau und somit letztlich zur Gesundheit der Pfleger beitragen. Meistens helfen positive Erlebnisse dabei, Erlerntes in die Tat umzusetzen: Wer am eigenen Leib erfährt, wie gut ihm etwas tut, der wird es in Zukunft wahrscheinlich öfter tun. Dabei kann dieses Etwas beispielsweise schon ein einfacher Spaziergang an der frischen Luft oder das vorübergehende Ausschalten des Dauerstressors Handy sein.

Der perfekte Motivationskick um gesundheitsfördernde Maßnahmen in sein Leben zu integrieren, ist eine mehrtägige Auszeit fern ab vom täglichen Alltagstrubel. Hier haben Zeitdruck und Stress nichts zu suchen und man kann sich mal wieder ganz auf sich selbst besinnen – eine Fähigkeit, die unserer schnelllebigen Gesellschaft nahezu gänzlich abhandengekommen ist. Vor allem Menschen, die tagtäglich für andere sorgen, dürfen nicht vergessen, sich auch ausreichend um ihre eigene Gesundheit zu kümmern. Denn: Achtsamkeit ist der wichtigste Schritt in Richtung Resilienz.

Genau an dieses Präventionspotential knüpft die Gesundheitsreise mit vielfältigen Angeboten an, die speziell auf Berufstätige und ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Eine solche Gesundheitsreise verleiht neue Motivation und stellt gleichzeitig die Weichen für die positive Entwicklung der eigenen inneren Stärke.

Unser Partnerhotel Noltmann-Peters im nordrhein-westfälischen Bad Rothenfelde bietet beispielsweise mit der Pauschale „Osteopathie & meine aktive Entspannung“ einen idealen Einstieg für alle, die Körper und Geist in Einklang bringen und sich ein paar Tage Auszeit gönnen möchten, um sich auf sich selbst zu besinnen. Neben professionellen osteopathischen Behandlungen warten zudem Massagen und ein umfassendes Wellnessangebot in einem angenehmen Ambiente auf Sie. Die idyllische Umgebung des Hotels lädt außerdem zu Wanderungen in der freien Natur ein. Verwöhnen Sie Ihre Seele mit drei Tagen voller Ruhe, Entspannung und Besinnung auf Ihren eigenen Körper.

 

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